William Wondriska (geb. 1931)

All By Myself

Mantua: Maurizio Corraini, 2010

[48] Bl., Gouache, Foto, Buchstabenmontage

23,5 x 15,6 cm, Pd.

 

OA: Holt, 1963

Das Buch und seine Geschichte

In diesem Buch macht Wondriska seine etwa vierjährige Tochter zur Protagonistin. Es beginnt mit den Worten: Once there was a little girl named Allison, who could do many things all by herself.“ Viele kleine und große Dinge werden auf einer Doppelseite aufgezählt bis Bilder folgen, auf denen jeweils kleine, freigestellte Fotos des Kindes in unterschiedlichen Posen zu sehen sind. Es sind grafische Kabinettstücken, die der Künstler dort ausbreitet. Wenn es darum geht zu erzählen, dass Alison sehr laut schreien kann, füllen die Buchstaben des Wortes shout beinahe die ganze Seite, wenn sie - im Traum? - auf einem Elefanten reiten kann, ist dieser seitenfüllend dargestellt, oder, wenn sie ein Schiff steuert, ist dieses ebenso riesig.

 

Die spielerische Wirkung dieses Buches klingt bereits im Vor -und Nachsatz an, auf denen die Fotoserie der Tochter, die diesen Collagen zugrunde liegt, zu finden sind. Das Buch ist eines der frühen Beispiele für die Verwendung der Fotografie im Bilderbuch.

Kurzvita

William Wondriska, geb. 1931 in Oak Park, Ill., gest. 2016 in Concord, Mass., zählt zu den bekanntesten Grafik-Designern der USA. Er studiert an der Yale School of Art und am Art Institut in Chicago und gründet 1961 seine eigene Werbeagentur, die für große amerikanische Firmen und Institutionen wie Disney oder die Boston Symphoniker das Erscheinungsbild erarbeitet. Aus seiner Abschlußarbeit 1955 in Yale entsteht das Bilderbuch „Toot –The Sound of Things“, das 1958 erscheint, und den Grundstein für weitere zehn Bilderbücher legt.

Literatur/Links
Zurück zur Sammlung