J.R.R. Tolkien (1892 - 1973)

Herr Glück

Aus dem Englischen von Anja Hagemann

Stuttgart: Klett-Cotta, 1983

100 S., kol. Zeichnungen, handschriftl. Text

15,4 x 21,5 cm, Pp. farbig, mit farbigem Schutzumschlag

Den faksimilierten Seiten sind die deutschen Texte gegenübergestellt. Das Formal entspricht dem englischen Original Querformat.

 

OA: Mr. Bliss, 1982

NA: Mr. Bliss, London: Harper Collins, 2011

(verbindet ein neues Layout im Hochformat mit der Wiedergabe des originalen im Querformat)

 

Das Buch und seine Geschichte

Das Buch, als möglicher Nachfolgeband des „Hobbit“ geplant und laut Hinweis der in Milwaukee, USA, befindlichen Marquette University, Special Collection, wo sich heute einige der Handschriften Tolkiens befinden, zwischen 1928 und 1932 entstanden, konnte zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht werden.

 

Tolkien erzählt eine absurd-abenteuerliche Geschichte von Herrn Glück mit skurrilen, hohen Hüten und seiner ersten Fahrt mit dem neuen Auto. Natürlich geht diese Fahrt nicht glatt, drei Teddybären wollen ebenso mitfahren wie Frau Ritter und Herr Knapp und die vier Moppels. Das Auto geht kaputt und als Herr Glück endlich zu Hause ankommt, hat sein Gefährte, das Girabbit, ein Kaninchen mit einem langen Giraffenhals und -kopf, sich im Haus breitgemacht. Am Schluss wird noch Hochzeit gefeiert und alles wird gut.

 

Die kolorierten Bleistift- und Federzeichnungen begleiten auf unterschiedlichste Weise den mit kalligrafischem Schwung handgeschriebenen Text, so dass sich beim Umblättern von Seite zu Seite stets eine neue Seitenaufteilung und damit eine Überraschung ergibt. Die gezeichneten Szenen lehnen sich eng an die erzählten an, und doch weisen sie zusätzliche, eigene Akzente auf.

Kurzvita

J.R.R.Tolkien (John Ronald Reuel Tolkien), geboren 1892 in Bloemfontein, Südafrika, gestorben 1973 in Bournemouth, Großbritannien, gilt als bekanntester Vertreter und „Urvater“ der modernen phantastischen Literatur.

 

Tolkien kommt 1895 nach England. Bereits als Junge beginnt er intensiv zu zeichnen, absolviert aber nie eine künstlerische Ausbildung. Er studiert klassische und englische Philologie in Oxford. Ab 1920 lehrt er in Leeds, von 1925 bis 1959 in Oxford. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit schreibt er literarische Texte und illustriert sie selbst. Seine bekanntesten Bücher sind „The Hobbit or There and Back Again“, 1937, und „The Lord of the Rings“, 1954/55, die jeweils in mehr als 40 Sprachen übersetzt werden. Beide Bücher fußen auf seinen anhaltenden Studien alter Sprachen und Quellen, die ihn zur Entwicklung eines eigenen mythologischen Kosmos führen. Das als Kinderbuch geschriebene „The Hobbit“ versieht Tolkien ebenso mit eigenen Zeichnungen wie seine anderen für Kinder geschriebenen Texte.

Literatur/Links

Wayne G. Hammond, Christina Scull: J.R.R.Tolkien. Der Künstler, Stuttgart: Klett-Cotta, 1996

Wayne G. Hammond, Christina Scull: J.R.R.Tolkien Companion and Guide, 3 vols. London: Harper Collins, rev. ed., 2017 

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