Luigi Veronesi (1908 – 1998)

I Fiori. Flowers. Fleurs

Mantua: Corraini Editore, 2003

Textfassung von Giampiero Rigosi

21,5 x 30,5 cm, Mischtechnik (Foto, Zeichnung)

[16] Bl., Strichzeichnung, Gouache, Fotografie

 

dreisprachig: italienisch, englisch, französisch

1944 als Projekt entstanden

Das Buch und seine Geschichte

Dieses Bilderbuch erscheint posthum, knapp 60 Jahre nach seiner Konzeption. Es weist einige der Merkmale auf, die auch bei den anderen beiden Bilderbüchern zu finden sind: die Mischung unterschiedlicher künstlerischer Techniken, besonders die Einbeziehung der Fotografie. 

 

Es beginnt mit dem malerisch bearbeiteten Bild fotografierter Blumenerde, in der Samen der Kapuzinerkresse zu keimen, zu wachsen und zu blühen beginnen. Zunächst ist nur ein grünes Keimblatt auf dem Schwarzweiß-Foto zu sehen, doch von Seite zu Seite wird die Pflanze auf dem Foto größer und jeweils mit einem farbigen Element hervorgehoben bis eine hellgelbe gemalte Blüte auf dem Foto dominiert. Es folgen Schwarzweiß-Fotografien einzelner Blüten, denen Umrisszeichnungen gegenübergestellt sind, dazu Pinselstriche möglicher Blütenfarben und einfache Erklärungen. Blumen, so wird klar, sind ebenso einfache wie komplexe Gebilde und ihre Schönheit teilt sich auf höchst unterschiedliche Weise mit: in Formen, Farben und Verschiedenartigkeit, die es gilt, sehen zu lernen.  

Kurzvita

Luigi Veronesi, geboren 1908 in Mailand, gestorben 1998 ebenda, war Maler, Grafiker, Fotograf und Filmemacher und gilt als prominenter Vertreter der konstruktiven Kunst Italiens. Bereits als Schüler beginnt er eine private Ausbildung als Zeichner. Später wechselt er auf das angesehene Polytechnicum Mailand, wo er Textilzeichnen und Malerei studiert. Ab 1932 wendet er sich der abstrakten Kunst zu und nimmt 1935 an einer ersten Ausstellung der italienischen abstrakten Künstler in Turin teil. In diesen Jahren entstehen verschiedene abstrakte Filme und bemalte Fotogramme. 1948 tritt er der Gruppe MAC (Movimento Arte Concreta) bei, der auch Bruno Munari angehört.

 

In seiner Malerei widmet er sich besonders geometrischen Formen, verbindet diese in den 50er Jahren häufiger auch mit organischer Formgestaltung und weichen Farbmodulationen.

 

Veronesi übt lange Jahre eine Lehrtätigkeit in den Bereichen Komposition und Farbenlehre aus.

Literatur/Links

Klaus Wolbert, Luigi Veronesi. Ausstellungskatalog, Darmstadt 1997

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