Lewitt-Him

The Football’s Revolt

Jan Lewitt (1907-1962)

George Him (1900 – 1982)

 

London: Sylvan Press Nicholson & Watson, 1944

28 S., 10 blattgr. Gouachen und Textill.

28,5 x 23 cm, OHlwd.

 

OA: Country Life, London 1939

 

Amüsante Fußballgeschichte
Das Buch und seine Geschichte

Diese hintersinnige Fußballgeschichte in Wort und Bild ist das zweite Buch des Künstlerduos. Die Mannschaften zweier kleinerer Ortschaften treten gegeneinander an. Alle gehen zum Spiel, überzeugt davon, dass ihre Mannschaft die bessere ist. Mitten im Spiel macht sich der Ball davon, ebenso der Ersatzball der Kinder. Natürlich gelingt es nicht, die Bälle von ihrer Wolke herunterzuholen. Das Chaos auf dem Fußballplatz bringt die Kinder auf die Idee, anstelle der Erwachsenen zu spielen. Ihr Ball kommt selbstverständlich auf den entscheidenden Pfiff zurück.

 

Auf amüsante, doppeldeutige Weise nehmen Lewitt und Him ein typisches Fußballereignis auf’s Korn. Die Figuren sind ebenso wie der Text humorvoll überzeichnet. Die meist plakative, flächige Malweise mit duffen, gemischten Farben bewegt sich zwischen karikaturistischer Verkürzung und Abstraktion. Sie findet ihr Echo auch im Deutschland der 50er Jahre. Der jeweilige Anteil der beiden Künstler an Bildern und Text ist nicht auszumachen.

Kurzvita

Jan Lewitt (Janusz Levitt, Jan Le Witt), geboren 1907 in Czestochowa, Polen, gestorben 1961 in London, ist polnisch-britischer Grafiker, Illustrator, Plakatkünstler, Maler und Designer. Nachdem er sich in vielen verschiedenen Berufen versucht hat, beginnt er als Autodidakt mit grafischen Arbeiten. 1933 lernt er George Him kennen und gründet mit ihm die Lewitt-Him-Designpartnerschaft, die 1954 aufgelöst wird. Anschließend wendet sich Lewitt der Malerei zu.

Ab 1937 leben beide Künstler in London. Besonders bekannt werden sie während des Zweiten Weltkrieges mit Plakaten, Werbeaktionen und Illustrationen. Arbeiten des Künstlerduos werden 1964 auf der Documenta III in Kassel gezeigt.

George Him, geboren 1900 in Lodz, Polen, gestorben 1982 in London, studiert zunächst Jura in Moskau, später Religionsgeschichte in Bonn und von 1925 bis 1928 an der Hochschule für Graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig. Nach der Trennung von Jan Lewitt im Jahr 1955 baut er seine Arbeit als Graphik-Designer weiter aus und konzipiert Ausstellungen und verschiedene erfolgreiche Werbekampagnen. In seiner Arbeit fühlt er sich stets der Kunst verbunden, getreu seinem Ausspruch Design müsse auf der Basis von Kunst entstehen und nicht von Marktanalysen.

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