Leonora Carrington (1917 – 2011)

The Milk of Dreams

New York: New York Review of Books, Children's Coll.2017

56 S., Mischtechnik, Feder, Buntstift, Gouache

22 x 14,5 cm, Pd.,

 

OA: Leche del sueno, Mexiko,2013

Das Buch und seine Geschichte

Diese amerikanische  Ausgabe in der Serie der New York Book Review, Children’s Collection, stellt die Texte der für Kinder bearbeiteten Ausgabe in einem neuen Layout vor, ohne Hinweis auf die Veränderungen bei der Zuordnung und Größenverhältnisse der Zeichnungen. Auch ein Übersetzervermerk fehlt. Das Ergebnis hat durchaus eine zeitgenössische Anmutung, wird jedoch dem ursprünglichen, eher anachronistischen Charakter nicht gerecht. Die Originale, handschriftlich kommentierte Zeichnungen aus der Zeit um 1950, hier geordnet und mit Druckschrift nach heutigen Regeln der Kinderbuchillustration versehen, verlieren ihre Authentizität als subtiles, persönliches Geschenk für die Söhne. Zum Inhalt siehe die beiden Ausgaben von „Leche del Sueno“ auf dieser website.

Kurzvita

Leonora Carrington, geboren 1917 in der britischen Grafschaft Lancashire, gestorben 2011 in Mexiko-Stadt, ist eine international bekannte surrealistische Malerin, Bildhauerin und Schriftstellerin, deren Werke in vielen großen Museen vertreten sind. Als Kunststudentin lernt sie 1937 Max Ernst kennen und lebt bis zu dessen Verhaftung und Deportation 1940 durch die Deutschen mit ihm in Südfrankreich. Bedroht durch ihre Beziehung zu Max Ernst, emigriert sie über Spanien und Portugal nach New York. 1942 kommt sie nach Mexiko-Stadt, wo sie 1946 den ungarischen Fotografen Emerico Weisz heiratet und mit einigen Unterbrechungen bis zu ihrem Tode lebt. 

 

Seit 1938 veröffentlicht Carrington auch Prosatexte und Dramen, alle Ausdruck ihres unkonventionellen, surrealen, teils mystischen Weltverständnisses. Im gleichen Jahr nimmt sie auch an einer großen Pariser Surrealismus-Ausstellung teil und lernt viele in Paris lebende Künstler wie Pablo Picasso, Joan Miro, Yves Tanguy und andere kennen.Themen ihrer Bilder sind Träume, Fantasie- und Fabelwesen, Schreck- und mystische Tiergestalten und idealisierte Landschaften. Häufig nimmt die Malerin auch Motive der mexikanischen Kultur und Landschaften auf. 

 

Anlässlich ihres 90. Geburtstags wird 2007 in Mexiko eine Ausstellung mit Skulpturen der letzten Jahre ausgerichtet. Im Frühjahr 2015 ist in der Tate Liverpool eine große Ausstellung ihrer Arbeiten zu sehen mit dem Titel “Wild at Heart“. 

Literatur/Links

Offizielle Homepage

 

The Guardian, 26. Mai 2011 (Joana Moorhead: Leonora Carrington Obituary)

 

The Guardian, 28.Jan. 2015 , (Charlotte Higgins:Leonora Carrington: Wild at Heart)

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